An­drea Helten

Ein­nis­tungs­blu­tungen als erstes An­zei­chen einer Schwan­ger­schaft

Was ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Trifft wäh­rend der frucht­baren Tage eine Ei­zelle auf eine Sa­men­zelle, kann es zu einer Be­fruch­tung kommen. Die be­fruch­tete Ei­zelle wan­dert durch die Ei­leiter in die Ge­bär­mutter und nistet sich dort in der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut ein. Zu diesem Zeit­punkt tritt unter Um­ständen eine Ein­nis­tungs­blu­tung auf.

Die Ge­bär­mutter ist von emp­find­li­chen Blut­ge­fäßen durch­zogen, die manchmal bei der Ein­nis­tung der Ei­zelle be­schä­digt werden. Auf diese Weise ent­steht eine Ein­nis­tungs­blu­tung, die auch als “Ni­da­ti­ons­blu­tung” oder “Im­plan­ta­ti­ons­blu­tung” be­zeichnet wird. Diese Blu­tung kann stärker oder schwä­cher aus­fallen oder über­haupt nicht auf­treten. Laut einer Studie tritt sie bei 15 bis 25% aller Frauen auf.

Wann tritt die Im­plan­ta­ti­ons­blu­tung üb­li­cher­weise auf?

Ein­nis­tungs­blu­tungen treten – wie der Name schon sagt – zum Zeit­punkt der Ein­nis­tung der Ei­zelle in die Ge­bär­mutter auf. Dies ge­schieht üb­li­cher­weise fünf bis sieben Tage nach der Be­fruch­tung. Ca. zwölf Tage nach der Be­fruch­tung ist der Vor­gang der Ni­da­tion ab­ge­schlossen – bis zu diesem Zeit­punkt können die Blu­tungen auf­treten. Um den Zeit­punkt der Ein­nis­tungs­blu­tung für den ei­genen Zy­klus  richtig zu be­stimmen, soll­test Du den Tag Deines Ei­sprungs kennen und diesen als Be­rech­nungs­grund­lage nehmen.

Wie stark ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Die Stärke dieser Blu­tung ist von Frau zu Frau un­ter­schied­lich. Sie kann so schwach aus­fallen, dass sie nicht durch die Scheide aus­tritt und daher auch gar nicht be­merkt wird. Sehr häufig be­merken Frauen nur sehr we­nige Bluts­tropfen oder Schlieren. Die Blut­menge ist ver­gleichbar mit einer Schmier­blu­tung.

Frau schreibt in Notizbuch

Ein­nis­tungs­blu­tung oder Pe­riode: Wie er­kenne ich den Un­ter­schied?

Kommt es zu Blu­tungen aus der Scheide, dann liegt die Ver­mu­tung nahe, dass es sich um die be­gin­nende Pe­riode han­delt. Es kann sich je­doch auch um eine Ein­nis­tungs­blu­tung han­deln. Da der Vor­gang der Ein­nis­tung bis zwölf Tage nach der Be­fruch­tung an­halten und wäh­rend dieser Zeit auch Blu­tungen ver­ur­sa­chen kann, fällt der Zeit­punkt der Ni­da­ti­ons­blu­tung auf den Zeit­punkt der Pe­riode. Es gibt je­doch ei­nige Merk­male, an­hand derer du die Im­plan­ta­ti­ons­blu­tung von einer Pe­riode un­ter­scheiden kannst.

An­zei­chen für eine Ein­nis­tungs­blu­tung

Zeit­punkt der Blu­tung

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung be­ginnt meist früher im Zy­klus als die Pe­riode. Wäh­rend die Pe­riode ca. 14 Tage nach dem Ei­sprung ein­setzt, findet die Ni­da­tion be­reits ab dem fünften Tag nach der Be­fruch­tung statt.

Stärke der Blu­tung

Wäh­rend die Re­gel­blu­tung meis­tens re­lativ stark ist und im Ver­lauf zu­nimmt, ent­stehen bei einer Ni­da­ti­ons­blu­tung meis­tens nur ein paar Tröpf­chen.

Schmerzen

Auch wenn die Ein­nis­tungs­blu­tung in sel­tenen Fällen von Schmerzen be­gleitet wird, löst sie nicht die üb­li­chen Pe­ri­oden­schmerzen aus.

Dauer

Sie ist meis­tens nach ein bis zwei Tagen be­endet, wäh­rend die Pe­riode bis zu sieben Tage oder länger an­dauert.

Farbe

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung er­kennst du meist an­hand einer hell­roten bis leicht bräun­li­chen Fär­bung. Sie ist nicht so tiefrot wie eine durch­schnitt­liche Re­gel­blu­tung.

Wenn es sich um eine Ein­nis­tungs­blu­tung ge­han­delt hat, dann er­kennst Du es zu­ver­lässig daran, dass der Schwan­ger­schafts­test am Ende des Zy­klus po­sitiv ist. Oft­mals kommen in den Tagen nach der Ein­nis­tungs­blu­tung erste Sym­ptome einer frühen Schwan­ger­schaft wie Mü­dig­keit, ein Spannen der Brüste, Heiß­hunger, Übel­keit oder häu­figes Was­ser­lassen dazu.

Ei­nige Frauen be­richten davon, dass sie ihre Pe­riode trotz einer ein­ge­tre­tenen Schwan­ger­schaft be­kommen haben. Dies ist me­di­zi­nisch je­doch nicht mög­lich. Meis­tens ver­wech­seln Frauen in der Früh­schwan­ger­schaft die Ein­nis­tungs­blu­tung mit ihrer Pe­riode.

Spüren Frauen die Ein­nis­tung?

Schmerzen im Un­ter­leib können viele Ur­sa­chen haben. Sie können auf einen na­henden Ei­sprung hin­deuten, auf die an­ste­hende Re­gel­blu­tung aber auch auf die Ein­nis­tung einer be­fruch­teten Ei­zelle. Ei­nige Frauen be­richten dar­über, dass sie einen Ein­nis­tungs­schmerz ge­spürt haben.

Wenn wäh­rend der Ein­nis­tungs­phase kleine Blut­ge­fäße ver­letzt werden, kann sich dies durch ein leichtes Ziehen oder einen punk­tu­ellen Schmerz be­merkbar ma­chen. Der so­ge­nannte Ni­da­ti­ons­schmerz konnte aber wis­sen­schaft­lich noch nicht nach­ge­wiesen werden.

Frauen, die schon sehr lange auf ein Baby warten, be­ob­achten ihren Körper in der Phase des Kin­der­wun­sches sehr genau. Da kann es pas­sieren, dass jede Ver­än­de­rung als mög­li­ches Schwan­ger­schafts­an­zei­chen in­ter­pre­tiert wird. Klei­nere Blu­tungen können ganz un­ter­schied­liche Ur­sa­chen haben – nur eine davon ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung.

Wann kann ich nach einer Ein­nis­tungs­blu­tung einen Schwan­ger­schafts­test ma­chen?

Wer sich ein Baby wünscht, möchte so früh wie mög­lich Ge­wiss­heit dar­über haben, ob es mit einer Schwan­ger­schaft funk­tio­niert hat. Wenn du nicht darauf warten möch­test, ob Du Deine Mens­trua­tion be­kommst. kannst Du auch schon etwas eher einen Schwan­ger­schafts­test ma­chen.

Eine Im­plan­ta­ti­ons­blu­tung zeigt an, dass sich das be­fruch­tete Ei in der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut ein­ge­nistet hat. Zu diesem Zeit­punkt be­ginnt der Körper damit, das Schwan­ger­schafts­hormon HCG (Human Cho­rion Go­na­do­tropin) zu bilden. Ei­nige Früh­tests er­kennen das HCG be­reits sechs bis acht Tage nach der Be­fruch­tung der Ei­zelle, also zwei bis vier Tage nach der Ein­nis­tung. Da die Ein­nis­tungs­blu­tung aber nicht un­be­dingt am ersten Tag der Ein­nis­tung statt­finden muss, gibt es keine zu­ver­läs­sige Vor­aus­sage, ab wann ein Test sinn­voll ist. Über 90% Si­cher­heit bringt er ab dem 14. Tag nach dem Ei­sprung. Auch eine ärzt­liche Un­ter­su­chung ver­schafft Klar­heit.

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

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