An­drea Helten

Schwanger werden nach Ste­ri­li­sa­tion

Nach einer Ste­ri­li­sa­tion durch künst­liche Be­fruch­tung schwanger werden

Ste­ri­li­sa­tion als si­chere Ver­hü­tungs­me­thode

 

Eine Ste­ri­li­sa­tion sollte eine end­gül­tige Ent­schei­dung sein, wenn Dein Kin­der­wunsch ab­ge­schlossen ist oder wenn Du keine Kinder haben möch­test. Schließ­lich kannst Du nach diesem Ein­griff nicht mehr auf na­tür­li­chem Wege schwanger werden. Welche Mög­lich­keiten gibt es, sich den Kin­der­wunsch nach einer Ste­ri­li­sa­tion den­noch zu er­füllen?

Wie wird eine Ste­ri­li­sa­tion bei der Frau durch­ge­führt?

Die am häu­figsten durch­ge­führte Me­thode ist die Durch­tren­nung der Ei­leiter. Der Ein­griff kann am­bu­lant durch einen kleinen Schnitt am Bauch­nabel durch­ge­führt werden. Im Rahmen der La­paro­skopie wird der Ei­leiter ent­weder elek­trisch ver­ödet, kom­plett durch­trennt oder mit einem Clip ver­schlossen. Auf diese Weise wird ver­hin­dert, dass eine Ei­zelle durch den Ei­leiter wan­dern und dort auf Sa­men­zellen treffen kann.

Frau lässt sich im Krankenhaus beraten

Kann eine Ste­ri­li­sa­tion wieder rück­gängig ge­macht werden?

Dass sich jede Ste­ri­li­sa­tion rück­gängig ma­chen lässt, kann pau­schal nicht ge­sagt werden. Im Rahmen einer mi­kro­chir­ur­gi­schen Ope­ra­tion (Re­fer­ti­li­sie­rung) kann die Frucht­bar­keit unter Um­ständen je­doch wie­der­her­ge­stellt werden.

Kin­der­wunsch nach Ste­ri­li­sa­tion: Hoff­nung durch Re­fer­ti­li­sie­rung

Soll die Frucht­bar­keit wie­der­her­ge­stellt werden, dann können sich Frauen für eine Re­fer­ti­li­sie­rung ent­scheiden. Dabei han­delt es sich um einen chir­ur­gi­schen Ein­griff, der die Ei­leiter wieder funk­ti­ons­tüchtig ma­chen soll.

Welche Vor­aus­set­zungen müssen für eine Re­fer­ti­li­sie­rung er­füllt sein?

Die Wie­der­her­stel­lung der Frucht­bar­keit einer Frau macht nur dann Sinn, wenn sie noch einen Ei­sprung haben kann. Daher ist das Alter und auch die Ei­zell­re­serve (ge­messen am AMH-Wert) Ver­lin­kung Ei­zell­re­serve aus­schlag­ge­bend dafür, ob eine Frau nach dem Ein­griff wieder schwanger werden kann. Zudem spielt auch die Länge der Ei­leiter eine Rolle. Die beiden Enden müssen zu­sammen min­des­tens 4 cm er­geben, damit sie chir­ur­gisch wieder zu­sam­men­ge­führt werden können.

Ab­lauf der Re­fer­ti­li­sie­rung: Wie wird der Ein­griff durch­ge­führt?

Wer nach der Ste­ri­li­sa­tion doch noch einmal schwanger werden möchte, muss sich einem Ein­griff unter Voll­nar­kose un­ter­ziehen. Die OP er­folgt ent­weder mi­ni­mal­in­vasiv über einen Schnitt auf Bauch­na­bel­höhe oder durch einen Bauch­schnitt ab­do­mi­nell. Die ge­trennten Enden der Ei­leiter werden wieder zu­sam­men­ge­fügt und die ver­narbten Teile ent­fernt. Das Ver­nähen des Ge­webes er­folgt Schritt für Schritt. Zum Ab­schluss des Ein­griffes wird eine Durch­läs­sig­keits­prü­fung der Ei­leiter durch­ge­führt.

Ri­siken der Re­fer­ti­li­sie­rung

Ri­siken er­geben sich bei diesem Ein­griff haupt­säch­lich durch die Voll­nar­kose. In sel­tenen Fällen können Throm­bosen, Ent­zün­dungen im Bauch­raum oder Nach­blu­tungen ent­stehen. Auch das Ri­siko einer Ei­lei­t­er­schwan­ger­schaft ist nach einer Re­fer­ti­li­sie­rung höher.

Wie hoch sind die Er­folgs­chancen bei einer Re­fer­ti­li­sie­rung?

War die Prü­fung der Durch­läs­sig­keit der Ei­leiter er­folg­reich, be­steht theo­re­tisch so­fort die Mög­lich­keit, wieder schwanger zu werden. Die Er­folgs­chancen einer Re­fer­ti­li­sie­rung ver­rin­gern sich al­ler­dings, wenn sehr viel Nar­ben­ge­webe an den Ei­lei­tern vor­handen war und diese ent­spre­chend stark ge­kürzt werden mussten bzw. er­heb­lich be­schä­digt sind. Dies zeigt sich je­doch erst wäh­rend des Ein­griffes. In einer 2017 durch­ge­führten Studie wurden die Schwan­ger­schafts­raten nach er­folg­rei­cher Re­fer­ti­li­sie­rung an 10686 Frauen un­ter­sucht. Die Wis­sen­schaft­le­rinnen und Wis­sen­schaftler stellten eine Schwan­ger­schafts­rate zwi­schen 42% und 69% nach dem Ein­griff fest.

Kosten

Der Ein­griff zur Wie­der­her­stel­lung der Frucht­bar­keit wird grund­sätz­lich nicht von den Kran­ken­kassen ge­tragen. Je nach Me­thode (La­paro­skopie oder Bauch­schnitt) liegen die Kosten für den Ein­griff bei 2000 bis 5000 Euro.

schwangere Frau in weiß

Al­ter­na­tive zur Re­fer­ti­li­sie­rung: die künst­liche Be­fruch­tung

Ste­ri­li­sierte Frauen, die schwanger werden wollen, können dies mit­tels einer künst­li­chen Be­fruch­tung (IVF oder ICSI) er­rei­chen Ver­lin­kung.

Dabei werden die be­fruch­tungs­fä­higen Ei­zellen der Frau di­rekt aus dem Ei­er­stock ent­nommen, au­ßer­halb des Kör­pers be­fruchtet und dann wieder in die Ge­bär­mutter ein­ge­setzt. Auf diese Weise werden die Ei­leiter um­gangen.

Die IVF (In-Vitro-Fer­ti­li­sa­tion) und die ICSI (In­tra­cy­to­plas­ma­ti­schen Sper­mi­en­in­jek­tion) un­ter­scheiden sich darin, dass die Ei­zellen bei einer IVF mit den Sper­mien in ein Re­agenz­glas ge­geben werden, wo sie im besten Fall ei­gen­ständig zu­ein­ander finden. Daher kommt auch die Be­zeich­nung “Re­agenz­glas­be­fruch­tung”. An­schlie­ßend werden die be­fruch­teten Ei­zellen der Frau wieder ein­ge­setzt.

Bei der ICSI spritzt die Ärztin oder der Arzt ein­zelne Sper­mien mit einer Mi­kro­pi­pette in die ge­won­nenen weib­li­chen Ei­zellen ein. Die Be­fruch­tung läuft unter einem spe­zi­ellen Mi­kro­skop ab und kann somit strikt kon­trol­liert werden. Ge­lingt der Vor­gang, so können die be­fruch­teten Ei­zellen zwi­schen zwei bis sechs Tagen nach der Punk­tion in den Körper der Frau über­tragen werden.

Eine Voll­nar­kose ist bei der künst­li­chen Be­fruch­tung nicht not­wendig.

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