An­drea Helten

Wie Du mit Hor­mo­n­yoga Deinen Kin­der­wunsch un­ter­stützen kannst

Rund drei Mil­lionen Deut­sche prak­ti­zieren in ihrer Frei­zeit re­gel­mäßig Yoga. Längst ist die ur­sprüng­lich aus In­dien kom­mende Phi­lo­so­phie, die neben Kör­per­hal­tungen auch aus Atem- und Acht­sam­keits­übungen be­steht, in hei­mi­schen Fit­ness-Stu­dios und Volks­hoch­schulen an­ge­kommen. Und längst gibt es nicht mehr nur „die eine“ Yo­ga­rich­tung. Wir be­leuchten in diesem Ar­tikel das Thema Hor­mo­n­yoga und schauen, in­wie­fern Dein Kin­der­wunsch mit Yo­ga­hal­tungen po­sitiv sti­mu­liert werden kann. Au­ßerdem kommt Sharada Devi zu Wort, die in Berlin ihr spe­zi­elles „Kin­der­wun­sch­Yoga“ prak­ti­ziert.

Zu­frie­den­heit mit dem ei­genen Selbst
– er­lernbar durch die Yoga-Phi­lo­so­phie

Bevor wir uns an­schauen, was Hor­mo­n­yoga über­haupt ist, un­ter­nehmen wir einen kleinen „deep dive“ in die Yoga-Phi­lo­so­phie. Denn Yoga, wie wir ihn im Westen kennen, wird meist mit Kör­per­hal­tungen gleich­ge­setzt. Wir sehen fle­xible Men­schen, die sich leicht­füßig in kom­pli­zierte Ba­lancen auf­schwingen und uns Nor­malos auf dem Weg zur Er­leuch­tung mei­len­weit voraus zu sein scheinen.

Tat­säch­lich aber ist die „Asana-Praxis“ (so heißen die kör­per­li­chen Übungen) nur ein Teil des Yoga. All­ge­mein viel we­niger be­kannt sind die so­ge­nannten Ni­yamas: Prin­zi­pien, wie wir uns laut der Yoga-Tra­di­tion mit un­serem Selbst be­schäf­tigen sollten. So wird in den alten Schriften das Prinzip des San­tosha ge­nannt: der Zu­frie­den­heit mit sich, das ei­gene, un­vor­ein­ge­nom­mene An­nehmen. Ohne Wenn und Aber – und gar nicht so ein­fach.

Ein wei­teres „Niyama“-Prinzip ist die Selbst­re­fle­xion: Wir sollen die ei­gene Hand­lungen und Wün­sche hin­ter­fragen. „Welche Glau­bens­sätze habe ich von mir?“ „In­wie­weit sind sie mir dien­lich? In­wie­weit hin­dern sie mich daran, glück­lich zu sein?“ Ge­rade auch für Men­schen mit un­er­fülltem Kin­der­wunsch kann es hilf­reich sein, sich diese Fragen einmal ehr­lich zu be­ant­worten.

Und schließ­lich die Hin­gabe an das Gött­liche, an etwas Grö­ßeres. Dieses Prinzip ver­kör­pert den Ver­such, Ängste los­zu­lassen und ein un­er­schüt­tertes Ver­trauen in das Gute, auf ein gutes Ende, zu eta­blieren.

Dies nur zum Ver­ständnis, warum ge­rade auch Frauen mit Kin­der­wunsch im Yoga po­si­tive Er­fah­rungen ma­chen können – so­wohl kör­per­lich als auch geistig. Denn die Zu­frie­den­heit mit sich selbst und dem ei­genen Körper, das kri­ti­sche Hin­ter­fragen des Selbst und auch eine gute Por­tion Ge­las­sen­heit sowie die Hoff­nung auf ein gutes Ge­lingen – all das kann Frauen mit un­er­fülltem Kin­der­wunsch Druck nehmen, unter dem sie zwangs­läufig stehen. In­so­fern ist be­reits eine re­gel­mä­ßige Yo­ga­praxis ein guter Aus­gleich für Frauen wie Männer, die sich ein Kind wün­schen.

Was ist Hor­mo­n­yoga?

Hor­mo­n­yoga geht auf die Bra­si­lia­nerin Dinah Ro­dri­gues zu­rück, die auf der Suche nach einer Un­ter­stüt­zung für die Wech­sel­jahre war. Sie ent­wi­ckelte ihr ei­genes Übungs­kon­zept, be­stehend aus Hal­tungen, die di­rekt auf die Hy­po­physe, die Schild­drüse, Ne­ben­nieren und Ei­er­stöcke wirken. Der Fluss des Prana – un­serer En­ergie – bietet dafür die Basis: Mit­hilfe der Kör­per­hal­tungen wie dem „Schmet­ter­ling“, aber auch Atem­übungen, wird die En­ergie in be­stimmte Kör­per­be­reiche ge­lenkt.

 

Wis­sen­schaft­lich nicht be­wiesen

Auch wenn Dinah Ro­dri­gues, die bis­lang drei Bü­cher über Hor­mo­n­yoga ver­öf­fent­licht hat und welt­weit emsig Wei­ter­bil­dungen an­bietet, über die Jahre viele Rück­mel­dungen von Frauen er­halten hat, die die Wir­kung ihres Pro­gramms be­stä­tigen: Die wis­sen­schaft­lich fun­dierte Wirk­sam­keit von Hor­mo­n­yoga steht bis­lang noch aus. So schreibt Deutsch­lands be­kann­teste Gy­nä­ko­login, Dr. Sheila de Liz, in ihrem Buch über die Wech­sel­jahre:

Ich muss „ein wenig Spiel­ver­derber sein, wenn pro­pa­giert wird, dass Hormon-Yoga al­leine hilft, den Hor­mon­spiegel ad­äquat an­zu­heben. Das tut es nicht. Ers­tens sind klei­nere Schwan­kungen des Ös­t­ra­di­ol­spie­gels oh­nehin normal, ge­rade, wenn je­mand eine neue Sportart aus­pro­biert. Und auch wenn sich die Ös­t­ra­diol­werte an­geb­lich ver­dop­pelt haben  (…) ist er zwar ver­dop­pelt, aber vom Wohl­fühl­be­reich und dem the­ra­peu­tisch be­deut­samen Be­reich ist man noch weit, weit ent­fernt. Zwei­tens sind ihre (Di­nahs) Be­haup­tungen mit sehr viel Wohl­wollen das, was wir in der Wis­sen­schaft Fall­be­ob­ach­tungen nennen, also Ein­zel­fälle.“ („Woman on Fire, S. 227)

Yoga hat po­si­tive Aus­wir­kungen auf den Hor­mon­haus­halt

Aber es gibt auch an­dere, we­niger kri­ti­sche Stimmen. Die Ver­fechter des Hor­mo­n­yoga sind davon über­zeugt, dass Yoga sich phy­sisch und psy­chisch po­sitiv auf den Hor­mon­haus­halt aus­wirkt.

Dieser Mei­nung ist auch die er­fah­rene Ber­liner Yo­ga­leh­rerin Sharada Devi. Denn sie hat die sti­mu­lie­renden
Ef­fekte am ei­genen Körper er­fahren. Die Yo­ga­leh­rerin hat nach Fehl­ge­burten und jah­re­langen hor­mo­nellen Dys­ba­lancen zwei Kinder be­kommen – beide, als sie schon jen­seits der vierzig war. Nachdem sie bei Dinah
Ro­dri­gues die Aus­bil­dung zur Hor­mo­n­yoga-Leh­rerin ab­sol­viert hatte, ver­stand Sharada rück­bli­ckend, dass sie be­reits ei­nige der ge­zeigten Übungen in­tuitiv in ihre jah­re­lange, re­gel­mä­ßige Praxis in­te­griert hatte. Sharada
ent­wi­ckelte auf der Basis des Hor­mo­n­yoga ihren ei­genen „Kin­der­wun­sch­Yoga“ und hat damit viele gute Er­fah­rungen ge­macht.

 

Sharada, warum ist Kin­der­wun­sch­Yoga so ef­fektiv?

Yoga wirkt. Er kann die Selbst­re­gu­lie­rungs­kräfte des Hor­mon­sys­tems ak­ti­vieren. Das ge­lingt durch die An­steue­rung der Hy­po­physe. Von der mo­dernen Wis­sen­schaft wird dies als nicht mög­lich ab­getan. Ich sehe aber in meiner Praxis, dass es sie gibt, die „Jungbrunnen“-Übungen, wie sie die Yogis nennen. Neben der För­de­rung des Wachs­tums­hor­mons wird auch die na­tür­liche Stress­re­duk­tion durch Yoga be­ein­flusst, welche sich über die emo­tio­nale Ba­lance eben­falls wieder di­rekt auf den Hor­mon­haus­halt aus­wirkt.

Was ist der Kern Deines „Kin­der­wun­sch­Yoga“
be­zie­hungs­weise von Hor­mo­n­yoga?

Zen­tral sind Übungen zur Ak­ti­vie­rung der Ei­er­stöcke. Die Ak­ti­vie­rung er­folgt auf meh­reren Ebenen: Ma­nu­elle Mas­sage für die Ei­er­stöcke, en­er­ge­ti­sche Un­ter­stüt­zung durch wär­mende Atem­tech­niken und die Len­kung der En­ergie durch Acht­sam­keits­übungen für die — meist völlig ver­nach­läs­sigte — Re­gion der Fort­pflan­zungs­or­gane. Ich binde hier Tech­niken der Emo­tio­nal­körper-The­rapie ein und kann da­durch immer wieder wich­tige Hei­lungs­pro­zesse sehen.

Wo sind die Grenzen von Hor­mo­n­yoga?

Die Grenzen des Hor­mo­n­yoga liegen zu­nächst ganz klar in der ein­zigen, echten “Ge­fahr” die Hor­mo­n­yoga bilden kann: Da Hor­mo­n­yoga den Ös­tro­gen­spiegel an­hebt, för­dert er auch das Krebs­wachstum. Wäh­rend dies für gut­ar­tige Wu­che­rungen wie En­do­me­triose noch hin­nehmbar sein kann, ist Hor­mo­n­yoga bei bös­ar­tigem Zell­wachstum ab­solut kon­tra­in­di­ziert.

 

Si­cher ist also ein Ge­spräch mit der Gynäkolog*in vorab ratsam, um in­di­vi­du­elle Ri­siken ein­zu­grenzen. Wer nun einmal in den Hor­mo­n­yoga schnup­pern möchte:

Sharada Devi hat auf ihrem You­Tube-Kanal Übungen und Tipps zu­sam­men­ge­stellt

Deut­sche Web­site von Dinah Ro­dri­gues

Yo­ga­leh­rerin Luisa Ha­risch zeigt eine Yoga-Se­quenz nach Dinah Ro­dri­gues

Julia Glesti Kin­der­wunsch-Yoga auf You­Tube

Kin­der­wunsch-Vi­sua­li­sie­rung auf You­Tube

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

Du möch­test Dich weiter über Kin­der­wun­sch­zen­tren, Er­folgs­raten und Preise in­for­mieren, melde Dich gerne über diesen Fra­ge­bogen bei uns. Wir be­raten Dich kos­tenlos und un­ver­bind­lich.