An­drea Helten

Hit­ze­wal­lungen ohne Wech­sel­jahre

Warum Hit­ze­wal­lungen in den Wech­sel­jahren?

Es be­ginnt meist am Kopf: Ohne Vor­war­nung brandet eine in­nere Wärme auf. Sie ver­teilt sich über Hals und Na­cken weiter in den Körper hinein. Das Ge­sicht er­rötet, der Schweiß bricht aus, der Herz­schlag ist er­höht. Pein­lich wird es, wenn Dich die Hit­ze­welle mitten im Mee­ting er­wischt. Un­an­ge­nehm ist es auch, wenn Du mitten in der Nacht schweiß­ge­badet er­wachst. Nach ein paar Mi­nuten kann der ganze Spuk wieder vorbei sein. Dann stellt sich wo­mög­lich ein Frös­teln ein.

Hit­ze­wal­lungen und Schweiß­aus­brüche sind – so hat es die be­kannte Gy­nä­ko­login Dr. Sheila de Liz in ihrem Buch „Woman on Fire“ tref­fend aus­ge­drückt – das „Si­gna­ture Sym­ptom“ der Wech­sel­jahre. Denn Hit­ze­wal­lungen sind keine Sel­ten­heit: Etwa 85% der Frauen in den Wech­sel­jahren er­leben solche Schweiß­aus­brüche ein Jahr lang. An­dere leiden gar jah­re­lang an den in­ten­siven Wär­me­wellen, die mehr­mals am Tag wie­der­kehren und damit die Le­bens­qua­lität lang­fristig stark be­ein­träch­tigen können. So sind ge­rade bei häu­figen, nächt­li­chen Hit­ze­wal­lungen Schlaf­stö­rungen die Folge, die wie­derum am Tag Mü­dig­keit, Ab­ge­schla­gen­heit und eine re­du­zierte Leis­tungs­fä­hig­keit nach sich ziehen.

Hit­ze­wal­lungen sind keine Er­kran­kung, son­dern eine Be­gleit­erschei­nung der hor­mo­nellen Um­stel­lungen, die Frauen um die 50 er­leben. Schon bevor die Mens­trua­tion un­re­gel­mä­ßiger wird – und damit lange vor dem Ein­tritt in die ei­gent­liche Me­no­pause – können Hit­ze­wal­lungen auf­treten. Daher sind sie schon bei Frauen um die 40 keine Sel­ten­heit.

Was pas­siert bei den Hit­ze­wal­lungen in den Wech­sel­jahren?

In den Wech­sel­jahren sinken die Hor­mone Ös­trogen und Pro­ges­teron ab. Da­durch er­folgt eine Reihe an hor­mo­nellen Um­stel­lungen, so auch die Tem­pe­ra­tur­re­gu­la­tion des Kör­pers. Denn: Ös­trogen ist wichtig für die Wär­me­re­gu­la­tion im Ge­hirn. For­scher ver­muten, dass Hit­ze­wal­lungen durch die Nähe des Areals im Ge­hirn zur Hy­po­physe ent­stehen. Die Hy­po­physe – oder Hirn­an­hang­drüse – ist eine Schalt­stelle, an der Hor­mone pro­du­ziert und ihr Frei­setzen re­gu­liert wird. Si­cher ist, dass bei ge­ringem Ös­tro­gen­wert das Ner­ven­system für ge­wei­tete Haut­ge­fäße sorgt, die wie­derum eine stär­kere Durch­blu­tung nach sich ziehen. Die Folge: Die Haut er­rötet, die Wär­me­emp­fin­dung nimmt zu.

Hit­ze­wal­lungen schon vor den Wech­sel­jahren

Tat­säch­lich kommen Hit­ze­wal­lungen be­reits bei jungen Frauen vor. Denn auch hier sinkt der Ös­tro­gen­spiegel – näm­lich einmal im weib­li­chen Zy­klus. Kurz vor der Pe­riode ist dieser Spiegel auf dem Tief­punkt und dies kann sich mit Schweiß­aus­brü­chen be­merkbar ma­chen. Dies ist kein Grund zur Be­un­ru­hi­gung.

Aber nicht nur die Wech­sel­jahre mit ihren be­trächt­li­chen hor­mo­nellen Schwan­kungen können der Aus­löser von Hit­ze­wal­lungen sein. Es gibt noch eine ganze Reihe an Fak­toren, die un­sere in­nere Wär­me­re­gu­la­tion be­ein­flussen und die sich auch bei ganz jungen Frauen ein­stellen können.

Hitzewallungen - Fertilly

Dazu ge­hören:

  • PMS: Das Prä­men­stru­elle Syn­drom wird mit einer ganzen Reihe von Be­schwerden be­gleitet, die eben­falls hor­mo­nell be­gründet sind. Hierzu ge­hören neben Stim­mungs­schwan­kungen, Bauch­krämpfen und Ziehen in den Brüsten auch mög­liche Hit­ze­wal­lungen
  • Schwan­ger­schaft: Vor allem im ersten und zweiten Tri­mester der Schwan­ger­schaft er­leben viele Frauen eine ge­stei­gerte Wärme. Der Stoff­wechsel läuft auf Hoch­touren, die Blut­zu­fuhr ist er­höht. Da­durch er­leben Schwan­gere nicht nur, dass plötz­lich ihre kalten Hände und Füße Ver­gan­gen­heit sind. Auch zu Hit­ze­wal­lungen und Schweiß­aus­brü­chen kann es kommen.
  • Stress, Pa­nik­at­ta­cken und De­pres­sionen: Psy­chi­sche Be­las­tungen haben eben­falls Aus­wir­kungen auf un­sere Wär­me­re­gu­la­tion. In stres­sigen Si­tua­tionen und ge­rade auch bei Pa­nik­at­ta­cken werden die Hor­mone Ad­re­nalin und Kor­tisol ver­mehrt aus­ge­schüttet, um den Körper auf eine pas­sende Kampf- oder Flucht­re­ak­tion vor­zu­be­reiten. Schweiß­aus­brüche, aber auch Käl­te­schauer, sind mög­lich. Dies gilt eben­falls für De­pres­sionen.
  • Krank­heiten: Hit­ze­wal­lungen können auch auf Krank­heiten hin­weisen. Eine Schild­drü­sen­über­funk­tion kann Hit­ze­schübe mit sich bringen, ebenso eine Un­ter­zu­cke­rung im Rahmen einer Dia­betes-Er­kran­kung. Auch eine all­er­gi­sche Re­ak­tion auf ein All­ergen kann dafür sorgen, dass ein Hit­ze­ge­fühl ent­steht. Dar­über hinaus können an­hal­tende rote Fle­cken im Ge­sicht und Hit­ze­wal­lungen auch auf eine Tu­mor­er­kran­kung hin­weisen, die sich aus hor­mon­pro­du­zie­renden Zellen ent­wi­ckelt.
  • Me­di­ka­mente: Frauen, die auf­grund ihres Brust­krebses mit einer An­ti­hor­mon­the­rapie be­han­delt werden müssen, er­leben Hit­ze­wal­lungen als Ne­ben­wir­kung der Me­di­ka­mente. Das gilt auch für Männer mit Pro­sta­ta­krebs.
  • Über­ge­wicht: Bei einem er­höhten Body-Mass-Index (BMI) und vor­lie­gender Adi­po­sitas kommt es eben­falls häufig zu Schweiß­aus­brü­chen.
  • Essen und Trinken: Ein er­höhter Kaffee- oder Al­ko­hol­konsum und scharf ge­würzte Speisen lassen uns eben­falls schwitzen.

Wie wir sehen, können also auch Männer unter Hit­ze­wal­lungen leiden.

Me­no­pause mit 30?

Was tun, wenn keine der Gründe für häu­fige Hit­ze­wal­lungen bei Dir in Be­tracht kommt und Du erst 30 Jahre alt bist? Dann sollte Dein erster Schritt der Gang zum Gy­nä­ko­logen oder En­do­kri­no­logen sein. Dieser kann fest­stellen, ob die Hit­ze­schübe in jungen Jahren Folge einer hor­mo­nellen Stö­rung sind. Eben­falls kann mit­tels Hormon-Be­stim­mung er­mit­telt werden, wie weit die Wech­sel­jahre schon vor­an­ge­schritten be­zie­hungs­weise ob noch frucht­bare Ei­zellen vor­handen sind. Und ja, es kommt vor, dass Frauen schon ver­früht in die Me­no­pause ein­treten. Auch wenn durch die Hormon-Tests nicht exakt be­stimmt werden kann, wie­viel Zeit noch bleibt, um sich den Kin­der­wunsch zu er­füllen: Oft­mals ist die Dia­gnose ein Schock für Frauen. Bei früh­zei­tigem Frucht­bar­keits­ver­lust ist eine Ei­zell­spende häufig eine Mög­lich­keit, doch noch zum Wunsch­baby zu kommen.

Was Du gegen Hit­ze­wal­lungen ma­chen kannst

Na­tür­lich soll­test Du bei Hit­ze­wal­lungen in­folge ernst­hafter Er­kran­kungen einen Arzt Deines Ver­trauens auf­su­chen. Wenn die Hit­ze­wal­lungen die Folge von Pa­nik­at­ta­cken oder De­pres­sionen sind, ist ein Psy­cho­loge Dein erster An­sprech­partner. Ge­ne­rell helfen Sport und Be­we­gung sowie das Er­lernen von ent­span­nenden Tech­niken wie Yoga, Qi Gong oder die Pro­gres­sive Mus­kel­ent­span­nung dabei, für eine Ba­lance der Hor­mone zu sorgen. Das gilt auch dann, wenn die ge­stei­gerte Hitze eine Folge von Über­ge­wicht ist.
Auch die Er­näh­rung kann einen Aus­gleich in un­serem Hor­mon­haus­halt schaffen. Greifst Du statt zu Chips, Cola und Pommes zu Ge­müse wie Grün­kohl, Kürbis, Ka­rotten, aber auch Lachs oder Huhn, wird es Dir Dein Körper danken.

So­ge­nannte Phy­to­ös­tro­gene, also pflanz­liche Ös­tro­gene, stehen eben­falls im Fokus, wenn es um die Re­gu­lie­rung un­seres Hor­mon­haus­halts geht. Hier sind be­son­ders die Iso­fla­vone in den Fokus ge­rückt, die na­tur­gemäß in So­ja­pro­dukten ste­cken. Wäh­rend der Handel mit Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln boomt, die hoch­do­sierte, iso­lierte Iso­fla­vone und Rot­klee ent­halten und auch ei­nige Stu­dien deren Wirk­sam­keit be­legen, rät die Ver­brau­cher­zen­trale von der­ar­tigen Pro­dukten ab. Der Grund: Es gibt keine aus­rei­chend ge­si­cherten Hin­weise, dass iso­lierte Iso­fla­vone bei ty­pi­schen Wech­sel­jah­res­be­schwerden wie Hit­ze­wal­lungen wirken. Un­be­denk­lich da­gegen ist die Ein­nahme von pflanz­li­chen Prä­pa­raten wie Mönchs­pfeffer.

Schweiß­aus­brüche und Hit­ze­wal­lungen kannst Du auch ganz na­tür­lich lin­dern, indem Du re­gel­mäßig Wech­sel­du­schen prak­ti­zierst oder Deine Klei­dung in Lagen trägst. So bist Du auf die nächste Hit­ze­welle gut vor­be­reitet.

Wie wir helfen

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

Du möch­test Dich weiter über Kin­der­wun­sch­zen­tren, Er­folgs­raten und Preise in­for­mieren, melde Dich gerne über diesen Fra­ge­bogen bei uns. Wir be­raten Dich kos­tenlos und un­ver­bind­lich.

Wie läuft die Be­ra­tung ab?

  • Be­ant­worte uns im On­line For­mular erste Fragen um einen Termin zu bu­chen. So können wir im Ge­spräch besser auf Deine Be­dürf­nisse ein­gehen.

  • Wir finden den besten An­sprech­partner für Deinen kon­kreten Fall. Plane für die Be­ra­tung 20 Mi­nuten Zeit ein.

  • Wir stellen Dir das für Dich pas­sende Kin­der­wun­sch­zen­trum aus un­serem Netz­werk vor, ver­ein­baren einen Termin und be­gleiten Dich bis zum er­füllten Kin­der­wunsch.

Sprich mit uns