An­drea Helten

Pro­ges­teron und Pro­ges­te­ron­mangel

So wirkt Pro­ges­teron im Körper

Nach jedem Ei­sprung pro­du­ziert der weib­liche Körper das Gelb­kör­per­hormon Pro­ges­teron, das vom Gelb­körper aus­ge­schüttet wird. Dieser wie­derum bildet sich aus dem Ei­bläs­chen im Ei­er­stock, nachdem eine Ei­zelle ab­ge­geben wurde. Kommt es in einem Zy­klus zu einer Schwan­ger­schaft, pro­du­ziert auch die Pla­zenta des Fötus das Gelb­kör­per­hormon (Ges­tagen) und der Pro­ges­te­ron­spiegel steigt weiter an. Wäh­rend der Schwan­ger­schaft stellt dieses Ges­tagen die Ge­bär­mutter ruhig und sta­bi­li­siert die Schwan­ger­schaft.

Was pas­siert, wenn das Pro­ges­teron zu niedrig ist?

Stellt der Gelb­körper zu wenig Pro­ges­teron her, ent­steht ein Gelb­kör­per­mangel. Es kommt zu Zy­klus­stö­rungen und einem un­er­füllten Kin­der­wunsch. Ein Pro­ges­te­ron­mangel in der Schwan­ger­schaft er­höht das Ri­siko einer Fehl­ge­burt. Umso wich­tiger ist es, das Pro­ges­teron in der Schwan­ger­schaft re­gel­mäßig kon­trol­lieren zu lassen. Ein Pro­ges­te­ron­mangel wird auch als Ös­tro­gen­do­mi­nanz, Gelb­kör­per­schwäche oder Corpus-lu­teum-In­suf­fi­zienz be­zeichnet.

Norm­werte für Pro­ges­teron: 

Frauen im ge­bär­fä­higen Alter pro­du­zieren in der ersten Zy­klus­hälfte bis zu 1,4 µg/l Pro­ges­teron. Nach dem Ei­sprung liegen die Norm­werte bei 3,34 bis 25,6 µg/l (Mi­kro­gramm pro Liter).

Sym­ptome des Pro­ges­te­ron­man­gels

Es treten bei einer Gelb­kör­per­schwäche ver­schie­dene Sym­ptome auf, die von Frau zu Frau un­ter­schied­lich sind:

  • Zy­klus­stö­rungen (Häufig: Ver­kürzter Zy­klus)
  • PMS (Prä­men­stru­elles Syn­drom)
  • Ge­wichts­zu­nahme
  • Schlaf­stö­rungen
  • Haut­pro­bleme
  • Was­ser­ein­la­ge­rungen
  • Schmier- und Zwi­schen­blu­tungen nach dem Ei­sprung
  • Frühe Ab­orte

Treten meh­rere dieser Sym­ptome auf, ist die erste An­sprech­person Deine Frau­en­ärztin oder Dein Frau­en­arzt.

 

schlafende Frau

Was sind die Ur­sa­chen einer Gelb­kör­per­schwäche?

Ein Pro­ges­te­ron­mangel ist eine Hor­mon­stö­rung, die ver­schie­dene Ur­sa­chen haben kann. Nach einer In­fek­tion können die Ei­er­stöcke der Frau Schaden ge­nommen haben. Auch Stö­rungen der Schild­drüse, der Ne­ben­nieren oder der Bauch­spei­chel­drüse können eine Gelb­kör­per­schwäche aus­lösen. Nach dem Ab­setzen der Pille oder beim PCO-Syn­drom treten eben­falls Hor­mon­schwan­kungen auf, die zu einem nied­rigen Pro­ges­te­ron­spiegel führen.

Ein Pro­ges­te­ron­mangel ent­steht häufig auch durch die Wech­sel­jahre. Der Pro­ges­te­ron­spiegel sinkt in dieser Zeit, wäh­rend das Ös­trogen stabil bleibt oder sogar noch steigt. Da­durch ent­stehen die ty­pi­schen Wech­sel­jahrs­be­schwerden.

Pro­ges­teron und Kin­der­wunsch: So wichtig ist das Gelb­kör­per­hormon

Das Ges­tagen Pro­ges­teron ist sehr wichtig, um schwanger zu werden. Es sorgt dafür, dass sich die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut richtig auf­baut und gut durch­blutet wird. Nur dann kann sich eine be­fruch­tete Ei­zelle ein­nisten. Vor dem Ei­sprung baut das Ös­trogen die Schleim­haut auf; nach dem Ei­sprung über­nimmt vor­rangig das Pro­ges­teron diese Auf­gabe.

Ei­sprung messen mit der Tem­pe­ra­tur­me­thode

Nach dem Ei­sprung schüttet der Gelb­körper das Pro­ges­teron aus und er­höht die Kör­per­tem­pe­ratur um ein halbes Grad. Aus diesem Grund können Frauen auch mit­tels der Tem­pe­ra­tur­me­thode er­kennen, wann ein Ei­sprung statt­ge­funden hat.

Pro­ges­te­ron­mangel als Ur­sache für un­er­füllten Kin­der­wunsch

Wird in der zweiten Zy­klus­hälfte zu wenig Pro­ges­teron aus­ge­schüttet, dann kann sich das be­fruch­tete Ei nicht ein­nisten. An­hand der Tem­pe­ra­tur­me­thode lässt sich gut fest­stellen, ob es eine aus­rei­chend lange zweiten Zy­klus­hälfte gibt. Ist diese kürzer als zehn Tage, dann sollten Frauen mit Kin­der­wunsch eine Ärztin oder einen Arzt kon­sul­tieren. Durch eine Blut­ent­nahme kann der Pro­ges­te­ron­spiegel ge­messen und fest­ge­stellt werden, ob eine Gelb­kör­per­schwäche vor­liegt.

Gelb­kör­per­schwäche bei Kin­der­wunsch: Kann ich trotz Pro­ges­te­ron­mangel schwanger werden? H3
Ja. Eine Gelb­kör­per­schwäche lässt sich gut im Rahmen einer Hor­mon­the­rapie be­han­deln. Dafür werden ver­schie­dene Me­di­ka­mente ver­ab­reicht.

1.       Clo­mifen

Wenn kein Ei­sprung statt­findet, regt Clo­mifen die Rei­fung der Fol­likel an. Aus reifen Fol­li­keln kann ein ge­sunder Gelb­körper ent­stehen.

 

2.       Ta­bletten mit Pro­ges­teron

Pro­ges­teron wird in Form von Kap­seln ver­ab­reicht, die oral oder va­ginal ein­ge­nommen werden. Es kann auch als Creme lokal auf­ge­tragen oder dem Körper als In­fu­sion zu­ge­führt werden. Na­tür­li­ches Pro­ges­teron bzw. na­tur­iden­ti­sches Pro­ges­teron wird dabei vom Körper als kör­per­ei­genes Se­xu­al­hormon an­er­kannt. Es wird aus dem Pflan­zen­stoff Di­os­genin her­ge­stellt, der aus der Yams­wurzel ge­wonnen wird. Wichtig ist, dass das Pro­ges­teron erst nach dem Ei­sprung ver­ab­reicht wird.

Pro­ges­teron und Schwan­ger­schaft: So wirkt sich ein Pro­ges­te­ron­mangel aus

Kommt es zu einer Schwan­ger­schaft, über­nimmt der Gelb­körper die Ver­sor­gung des Em­bryos. Daher steigt der Pro­ges­te­ron­ge­halt im Körper weiter an. Damit der Em­bryo ge­sund wachsen kann, sollte der Pro­ges­te­ron­spiegel in den ersten Wo­chen der Schwan­ger­schaft bei min­des­tens 10 ng/ml (Nanogramm/ Mil­li­liter) liegen. Das Pro­ges­teron sorgt in der Schwan­ger­schaft für eine Ent­span­nung der Ge­bär­mut­ter­mus­ku­latur, un­ter­drückt Kon­trak­tionen und damit auch vor­zei­tige Wehen.

Ein Pro­ges­teron-Mangel kann in der Schwan­ger­schaft schwere Folgen haben und zu einer Fehl­ge­burt führen. Daher sollte der Pro­ges­te­ron­ge­halt im Blut durch eine Blut­ab­nahme kon­trol­liert werden.

Schon ge­wusst? Pro­ges­teron hat für Schwan­gere eine stim­mungs­auf­hel­lende Wir­kung. Nach der Ge­burt sinkt der Pro­ges­te­ron­spiegel schnell ab, was die Ur­sache für eine Wo­chen­bett­de­pres­sion sein kann.

Welche Le­bens­mittel ent­halten Pro­ges­teron?

Ein Pro­ges­te­ron­mangel kann auch durch eine aus­ge­wo­gene Er­näh­rung aus­ge­gli­chen werden. Fol­gende Le­bens­mittel ent­halten einen hohen An­teil an Pro­ges­teron:

  • Ge­treide & Samen (z.B. Reis, Weizen, Son­nen­blu­men­kerne)
  • Obst (z.B. Ananas, Zi­trone, Pfir­sich, Feige)
  • Nüsse (z.B. Erd­nüsse, Ha­sel­nüsse)
  • Ge­müse (To­maten, Spargel, Was­ser­me­lone, Sauer­kir­sche)
  • Ge­würze & Kräuter (z.B. Scharf­garbe, Mönchs­pfeffer, Frau­en­mantel, Nacht­kerze, Bryo­phyllum)

Ins­be­son­dere aus den Ge­würzen lassen sich Tees her­stellen. In Apo­theken oder Na­tur­läden gibt es Frau­en­man­teltee zu kaufen, der zur Un­ter­stüt­zung des Pro­ges­teron-Auf­baus in der zweiten Zy­klus­hälfte ge­trunken wird.

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

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